Wie beeinflussen Ereignisse im Land den Forexmarkt?

Forex Markt beeinflussen

Als der aktivste und größte Finanzmarkt der Welt, reagiert der Forexmarkt sehr sensibel auf nationale und globale Ereignisse. Transaktionen von vier Billionen Dollar sind hier an der Tagesordnung. Es gibt ein paar klassische Situationen, die sich markant auf die Wechselkurse auswirken können. Hier ein paar Beispiele:

Krieg

Irgendwo auf der Welt bricht ein Krieg aus. Dieses Ereignis beeinflusst den Forexmarkt. Ein Krieg, auch wenn er nicht in unmittelbarer Nähe des eigenen Landes stattfindet, sorgt überall auf der Welt für große Unsicherheit. Er wirkt sich natürlich zuerst für das Land katastrophal aus. Meist ist die Infrastruktur in weiten Teilen des Landes zerstört und es werden Milliarden zum Wiederaufbau benötigt. Da oft das nötige Geld nicht vorhanden ist, werden günstige Kredite in Anspruch genommen. Darauf werden die Zinsen gesenkt, die wiederum den Wert der Währung mindern. Länder, in denen ein Krieg stattfindet oder die gerade einen Krieg beendet haben, müssen mit einer großen Sprunghaftigkeit ihrer Währungen rechnen. Denn – der positive Aspekt ist der Wiederaufbau – der wiederum die Wirtschaft ankurbelt.

Politische Ereignisse

Politische Krisen haben einen großen Einfluss auf die Stabilität der Währung. Unruhen im Land, die Neuwahlen fordern, sei es durch Korruption oder den Sturz des Machtinhabers, sorgen für eine große Unsicherheit. Negativ wirken sich auch Proteste und Streiks aus.

Auch ein ganz normaler Regierungswechsel durch obligatorische Wahlen schließt oft nicht ein ganz anderes finanzielles Verhalten aus. Politische Parteien, die sich für ein ökonomisches Wachstum aussprechen, sind oftmals für den relativen Wert einer Währung verantwortlich. Trader mit Erfahrung beobachten sehr genau einen eventuellen Regierungswechsel an der Spitze. Ein Blick vorher auf die Wahlbefragungen zeigt dem Trader schon einmal grob die Richtung. Verlieren die Parteien, die pro ökonomisch denken, stößt meist der Trader diese Währungen ab, da er mit einem sinkendem Wachstum rechnen muss.

Naturkatastrophen

Das Wort spricht für sich und bedeutet für das Land eine echte Katastrophe. Hier überschlagen sich die schlechten Meldungen. Die vielen Toten und eine zerstörte Infrastruktur lässt die Währung leiden. Der wirtschaftliche Fortschritt stagniert erst einmal, im schlechtesten Fall für ein paar Jahre. Ausgaben, die für Investitionen geplant waren, werden nun für den Wiederaufbau verwendet. Die Wirtschaft schwächelt zunehmend, da eine große Unsicherheit und ein Rückgang der Kunden-Ausgaben bestehen. Gleichzeitig sind die Güter eines anderen Landes gefragter, da in dem Naturkatastrophenland diese nicht mehr oder nur sehr gering vorhanden sind. Es kann also durchaus sein, dass andere Länder von solchen Naturkatastrophen profitieren.

Die Kursreaktionen am Devisenmarkt

Kursreaktionen am Devisenmarkt

Einen starken Einfluss auf den Devisenmarkt haben die Veröffentlichungen von Wahlen oder wichtigen Wirtschaftsdaten. Dazu gehören das Handelsdefizit und die Arbeitslosenquote. Sie werden in regelmäßigen Abständen bekanntgegeben. Der Markt geht mit bestimmten Erwartungen in eine Wirtschaftswoche. Heftige Kursreaktionen am Devisenmarkt sind nun zu erwarten, wenn diese Nachrichten so ganz und gar nicht den Erwartungen der Finanzmärkte entsprechen. Sind dagegen die Nachrichten positiver als erwartet, lässt dies die Kurse steigen. Wenn allerdings ein Großteil der Händler die Positionen am Tag der Veröffentlichung auflösen, ganz nach Planung, bricht der Kurs ein.

Es ist immer von Vorteil, wenn Trader auf genügend Daten zurückgreifen können und wenn sie über zuverlässige Quellen verfügen. Wer spekuliert, sollte mit Stop Order und Limit Order arbeiten.

Stop Order

Eine Stop Order begrenzt die Verluste des Traders. Damit wird eine Position automatisch aufgelöst, wenn der angegebene Preis erreicht wurde.

Limit Order

Hier legt der Trader einen Mindestpreis fest. Die Position wird dann mit diesem Preis am Markt platziert.

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