Was bedeuet ein Grexit für meine Finanzlage?

Grexit für Finanzlage

Um zu verstehen, was ein Grexit für die Eigene Finanzlage bedeutet, ist es zunächst einmal wichtig, zu wissen, was ein Grexit eigentlich ist. Beim Grexit handelt es sich um ein Kunstwort, das den möglichen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone beschreibt. Zusammengesetzt wird dieser Begriff aus den Worten „Greek“ und „Exit“. Eine Diskussion über den Austritt aus der Eurozone wird bereits seit Beginn 2009 immer wieder diskutiert.

Das mögliche Aus der Euro-Währung in Griechenland

Schon seit Jahren wird in der Politik darüber diskutiert, ob Griechenland aus der Eurozone austreten sollte oder nicht. Bisher ist es noch zu keiner Einigung der Kontrahenten gekommen. Einig waren sich die Politiker bisher nur in einem Punkt: Dass Griechenland angesichts der weiteren globalen Krise einfach zu viel Aufmerksamkeit fordert. Dennoch droht dem Land noch immer die Staatspleite. In diesem Ratgeber sollen die Vor- und Nachteile eines Grexits erörtert werden.

Griechenland weigert sich, zu sparen

Sparmaßnahmen kommen für die neue Regierung nicht in Frage. Sogar bereits beschlossene Einsparungen wurden zum Teil noch rückgängig gemacht, insbesondere im sozialen Bereich, aber auch in Bezug auf die Wiedereinstellung von Staatsbedienteten setzte sich die neue Regierung durch. Insbesondere war bisher die Frage, wie hoch die zu erwirtschaftenden Haushaltsüberschüsse vor Zinszahlung sein müssten, eine heikle Angelegenheit zwischen den Parteien.

Die neue Regierung hat seit Beginn der Krise die Staatsausgaben um etwa 30 Milliarden Euro durch Sparmaßnahmen senken können. Hier ergibt sich jedoch das Problem, dass die harten Einschnitte ein Wirtschaftswachstum verhindern. Käme es zu keinem Wirtschaftswachstum, würde die Schuldenhöhe trotz aller Einschnitte immer weiter ansteigen.

Griechenland will keine Reformen

Viele Reformen, die bereits seit Jahren diskutiert wurden, sind bis heute noch nicht umgesetzt worden. Immer noch gibt es in Griechenland zum Beispiel kein Grundbuch und es ist auch lediglich ein Bruchteil der angekündigten Privatisierungen erfolgt. In Sachen Steuerhinterziehung- und –vermeidung tritt die griechische Regierung scheinbar auf der Stelle. So führte Griechenland lieber die Steueramnestie ein, die auch von den finanziell besser situierten Menschen in Anspruch genommen wurde.

Nach einer OECD-Studie gehörte Griechenland in den vergangenen Jahren zu den Industrieländern, in denen die meisten Reformen durchgeführt wurden. Zu diesen Reformen gehören zum Beispiel:

  • Die Öffnung des Taxigewerbes
  • Die Erleichterung der Unternehmensgründung
  • Das Heraufsetzen des Rentenalters

Viele der geplanten Reformen wurden auch nicht von der jetzigen, sondern von den vorherigen Regierungen verzögert.

Griechenland bekam bereits zu viel Geld

Grexit besser für Europa

Inzwischen sind über 327 Milliarden Euro nach Grichenland geflossen, mehr als jedes andere Krisenland innerhalb der Eurozone jemals erhalten hat. Hierbei handelt es sich zwar um Kredite, aber die Laufzeiten betragen in der Regel mehr als 30 Jahre. Athen will die Laufzeiten sogar noch auf 100 Jahre anheben lassen. So ist es ungewiss, ob die Gläubiger ihr Geld jemals wieder bekommen.

Mit einem Grexit wäre eine Rückzahlung der Kredite nicht mehr nur fraglich, sondern unmöglich. Dazu kämen dann noch weitere Schulden wie beispielsweise die Verbindlichkeiten aus dem Targe2 von insgesamt etwa 100 Milliarden Euro. Bei einem Austritt aus der Eurozone könnten diese Beträge in dreistellige Milliardenhöhe wachsen.

Ein Grexit ist besser für den Rest von Europa

In der Wirtschaft würde sich ein Ausscheiden Griechenlands kaum bemerkbar machen, denn der griechische Anteil der europäischen Gesamtwirtschaftsleistung beträgt nur etwa ein Prozent. Aber auch für die übrigen Länder der Eurozone wäre der Grexit ein wichtiges Signal. Ohne ein Einhaltung von gemeinsamen Regeln wird man irgendwann bestraft.

Mit einem Grexit droht der Eurozone eine fatale Kettenreaktion: Spekulationen gegen die Währungsunion könnten wieder aufkeimen und der Euro-Rettungsfond würde auch irgendwann an seine Grenzen stoßen. Gelingt Griechenland nach dem Ausscheiden wider Erwarten doch der Aufschwung, könnten andere Länder dem Beispiel folgen. Stürzt es jedoch noch weiter ab, kann ein instabiles Land am Rande des Kontinents die Sicherheit von ganz Europa gefährten.

Fazit

Da die europäischen Banken im Geschäft mit den griechischen Institutionen in den letzten Jahren den Grexit längst mit einkalkuliert haben, sollten die Anleger keine Angst um ihre finanzielle Lage haben.

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